30.05.2020 Brand landwirtschaftliches Anwesen

Alarmzeit 14:07 Uhr

Am 30.05. wurden zahlreiche Einsatzkräfte gegen 14 Uhr nach Brünst zum Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens alarmiert. Schon auf der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung zu erkennen.

An der Einsatzstelle stand eine Halle mit Stroh in Vollbrand. In unmittelbarer Nähe grenzte ein ca. 70 m langer Stall an, in dem sich ca. 5500 Puten befanden. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs, griff der Brand bereits auf den Giebel des Stalls über. Sofort wurde eine Riegelstellung mittels 2 C-Rohren und einem B-Rohr aufgebaut und die Alarmstufe erhöht. Aufgrund des starken Windes konnte ein Übergreifen des Feuers auf den kompletten Stall leider nicht mehr verhindert werden. Innerhalb von wenigen Minuten zündete der Stall auf der kompletten Länge durch und stürzte sofort in sich zusammen.

Ein weiterer Übergriff auf einen zweiten angrenzenden Putenstall konnte allerdings verhindert werden.

Die größte Schwierigkeit zu Einsatzbeginn, war die nicht vorhandene Löschwasserversorgung, diese musste erst aus entfernten Weihern über lange Schlauchstrecken aufgebaut werden.

Nach ca. 2 Stunden war der Brand unter Kontrolle, somit konnten einige Feuerwehren aus dem Einsatz herausgelöst werden. Da die Halle in der der Brandausbruch stattfand einsturzgefährdet war bzw. teilweise einstürzte, war vor Ort ein Bagger mit Sortiergreifer nötig um die Halle abzubrechen. Dieser traf kurze Zeit später an der Einsatzstelle ein und nahm sofort die Arbeiten auf. Als die Scheune soweit abgetragen war, galt es das noch glimmende Stroh auf einen gegenüberliegenden Acker zu bringen, dort auszubreiten und abzulöschen.

Hierbei unterstützten zahlreiche Landwirte mit Teleskopladern und Pumpfässern, die Feuerwehren löschten mit 6 C-Rohren gezielt Glutnester ab.

Da frühzeitig klar war das sich die Einsatzdauer bis weit in die Nacht hinein ziehen wird, wurde das THW damit beauftragt die Einsatzstelle großflächig auszuleuchten.  

Für die Verpflegung und die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte waren die BRK-Bereitschaften des Kreisverbandes Ansbach eingesetzt, die die Einsatzkräfte optimal versorgten.

Als die Halle ausgeräumt und das komplette Stroh abgelöscht war, wurden die Kräfte weiter reduziert, durch die Feuerwehr Brünst wurde bis in die frühen Morgenstunden eine Brandwache gestellt, das THW unterstützte weiter mit der Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Für die Feuerwehr Lehrberg war der Einsatz am 31.05. gegen 03 Uhr beendet, um 09 Uhr wurde die Einsatzstelle kontrolliert, da es keine weitere Rauchentwicklung mehr gab, konnte der Einsatz beendet werden. Anschließend ging es an das Reinigen der Ausrüstung und der Fahrzeuge, die Arbeiten waren gegen 15 Uhr beendet.

Im Einsatz: Die Feuerwehren Ansbach, Brünst, Dietenhofen, Flachslanden, Kettenhöfstetten, Hennenbach, Weihenzell, Wernsbach, Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung, KBM Ansbach Land 5/5, KBR Ansbach Land 1

Rettungsdienst, BRK Bereitschaften des Kreisverbandes Ansbach, THW, Energieversorger, Abbruchunternehmen, Landwirte, Bürgermeisterin, Polizei, Kriminaldauerdienst

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