Unwettereinsatz vom 08. – 10.07.2021

Einsatzbericht des Unwetters durch Starkregen vom 08. – 10 Juli 2021

Los ging es für die Lehrberger Feuerwehr am Abend des 08. Juli gegen 22 Uhr. Im Schlehenweg drohte ein Wohnhaus voll Wasser zu laufen, da sich Regenwasser an der Fassade sammelte. Umgehend wurde ein Graben geschaffen, damit das Wasser abfließen konnte, außerdem wurde im Keller des Gebäudes eine undichte Stelle abgedichtet.

Durch ein weiteres Einsatzfahrzeug wurden im Bereich des Baumgartenweges die Schmutzfänger der Straßeneinläufe entfernt, um das Regenwasser besser abfließen zu lassen.

Diese Maßnahmen waren gegen 23 Uhr beendet.

Am 09. Juli gegen 09:30 Uhr wurden die Feuerwehren Lehrberg und Heßbach mit der Alarmmeldung, Fahrzeug im Wasser, Person in Gefahr, auf die Strecke Rosenbach in Richtung Dörflein alarmiert. Am Einsatzort eingetroffen befand sich keine Person mehr in Gefahr, das Fahrzeug konnte aufgrund der Wassermassen allerdings nicht geborgen werden.

Anschließend wurde die Ortschaft Dörflein kontrolliert, hier war der Ortskern bereits komplett überflutet, die Einsatzstelle wurde durch die Feuerwehr Dörflein bearbeitet.

Der Gerätewagen Logistik (GW-L1) wurde dann nach Oberdachstetten zur weiteren Unterstützung benötigt, das Hilfleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) machte sich auf den Rückweg nach Lehrberg.

Auf der Rückfahrt von Dörflein wurde das HLF nach Sondernohe alarmiert, auch hier sollte sich ein Fahrzeug mit Personen im Wasser befinden. Die Anfahrt konnte nach kurzer Zeit abgebrochen werden, die Lage vor Ort war unter Kontrolle.

Im Anschluss ging es für das HLF weiter nach Obersulzbach, hier standen mehrere Keller unter Wasser, die durch die Feuerwehr Obersulzbach und dem HLF aus Lehrberg abgepumpt wurden.

Wegen des steigenden Einsatzaufkommens, konnte ein weiteres Löschfahrzeug aus Lehrberg besetzt werden. Dieses wurde zuerst zu einem umgestürzten Baum nach Obersulzbach gerufen.

Im Anschluss ging es für die Besatzung weiter nach Gräfenbuch. Hier lief der in der Ortsmitte befindliche Löschweiher über, dieser drohte mehrere Gebäude, darunter die Kirche zu überfluten.

Die Ortswehr Gräfenbuch und Landwirte waren bereits damit beschäftigt den Wasserstand des Weihers zu reduzieren, die Feuerwehren Heßbach und Lehrberg unterstützten dabei. Im weiteren Verlauf wurde der GW-L in Oberdachstetten wieder frei und das HLF in Obersulzbach, somit konnten die beiden Fahrzeuge ebenfalls in Gräfenbuch eingesetzt werden. Nachdem die Maßnahmen Wirkung zeigten, konnte das HLF und der GW-L die Einsatzstelle verlassen.

Weiter ging es für die beiden Fahrzeuge auf die B13, Höhe Gewerbegebiet „In der Seel“. Hier war die komplette Fahrbahn überflutet. Beim Eintreffen der Feuerwehr, ereignete sich einige Meter weiter, auf der Bahnbrücke der Ortsumgehung ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten PKW´s. Noch bei der Betreuung der Unfallbeteiligten, erreichte uns ein weiterer Einsatz in Lehrberg: Person durch Wasser in einem Keller eingeschlossen.

Sofort rückte das HLF dorthin aus, ebenfalls wurde die Wasserwacht, sowie die Feuerwehr Herrieden mit einem Löschfahrzeug und der Drehleiter alarmiert.

Vor Ort konnte sich die Person bereits selbst aus der misslichen Lage befreien, gegen das steigende Wasser konnte zu diesem Zeitpunkt das Anwesen nicht geschützt werden.

Der GW-L versorgte auf der Ortsumgehung die Unfallbeteiligten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und sicherte die Unfallstelle ab. Nach Rücksprache mit der Polizei musste die B13 wegen der Überflutung vollgesperrt werden. Hierzu wurde das Straßenbauamt angefordert.

Aufgrund von weiter ansteigenden Einsatzzahlen in Lehrberg, und dem Anstieg des Pegels der Rezat bei Oberheßbach auf 3,37 Meter (Meldestufe 4!), wurde im Feuerwehrhaus eine Koordinierungs-, sowie Verpflegungsstelle eingerichtet. Von hier aus wurden dann die eingehenden Einsätze an die Fahrzeuge zur Bearbeitung weitergeleitet.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich auch die Feuerwehren Flachslanden und Rügland im Gemeindegebiet Lehrberg im Einsatz, die ebenfalls Keller auspumpten oder versuchten Anwesen mit Sandsäcken zu schützen, die uns vom THW Dinkelsbühl geliefert wurden.

Ein Fahrzeug der Feuerwehr Rügland war bei einem Mühlenanwesen vor Ort, hier wurde die Wasserwacht mit einem Boot zur weiteren Erkundung nachgefordert. In den Gebäuden befanden sich 10 Personen, die mithilfe des Bootes in Sicherheit gebracht werden konnten. Durch die Gemeinde Lehrberg, wurde für die Betroffenen eine Unterkunft organisiert.

Im Verlauf des Nachmittags konnten die Feuerwehren Flachslanden und Rügland aus dem Einsatz herausgelöst werden, die weiteren Einsatzstellen konnten von den 4 Fahrzeugen der Feuerwehr Lehrberg abgearbeitet werden. Einsatzschwerpunkte waren die Rezatstraße, die Obere- und Untere Hindenburgstraße, sowie die Ballstadterstraße.

Gegen 23 Uhr waren alle Einsatzstellen abgearbeitet, sowie die Ausrüstung gereinigt und alle Fahrzeuge wieder bereit für den nächsten Einsatz.

Nach einer ruhigen Nacht ging es am 10. Juli um 10 Uhr wieder weiter. Es wurde ein Keller eines Anwesens ausgepumpt, dass am Vortag aufgrund der Wassermassen nicht mehr zu erreichen war. Gegen 12:30 Uhr wurde das HLF für eine Ölspur auf die Staatsstraße bei Zailach benötigt, diese wurde abgebunden und durch das Straßenbauamt beschildert.

Der Keller war gegen 14 Uhr leer gepumpt, das Reinigen der Ausrüstung war um 15:30 Uhr beendet.

Die Feuerwehr Lehrberg war bei dieser Einsatzlage zeitweise mit allen 4 Fahrzeugen und 45 Frauen und Männern ehrenamtlich im Einsatz, darunter einige 12 Stunden am Stück. In diesem Zeitraum wurden 25 Einsatzstellen abgearbeitet.

Bedanken möchten wir uns für die gute Zusammenarbeit aller eingesetzten Hilfsorganisationen, den Betroffenen und Anwohnern, die meistens sehr verständnisvoll reagierten und uns mit Verpflegung versorgten, bei der Metzgerei Albrecht, die für die bestellte Verpflegung der Einsatzkräfte keine Rechnung stellte und natürlich bei den Angehörigen der Einsatzkräfte, die stundenlang auf sie verzichten mussten.

21.05.2021 Brand Wald klein

Am 21.05. wurde die Feuerwehr Lehrberg gegen 14 Uhr zu einem Waldbrand klein im Bereich der Walkmühle alarmiert.

Vor Ort stellte sich das Feuer als größere Astholzverbrennung heraus, allerdings war niemand in der Nähe der das Feuer beaufsichtigte. Aus diesem Grund mussten die Feuerstellen mittels C-Hohlstrahlrohr und ca 4500 l Löschwasser aus dem HLF 20 sowie dem TLF abgelöscht werden.

Nach rund einer Stunde war der Einsatz für die Ehrenamtlichen beendet.

04.-05.06.2020 Abholung HLF 20 in Ulm

Nach 4 Jahren Planungsdauer starteten am 04.06.2020 Coronakonform 3 Vertreter der Feuerwehr Lehrberg zur Abholung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug nach Ulm zum Aufbauhersteller Magirus.

In Ulm angekommen wurde natürlich sofort das neue Fahrzeug in Augenschein genommen, bevor es dann an die kaufmännischen Abhnahme, zusammen mit unserem Ingenieurbüro ging. Hierbei wurde kontrolliert ob das Neufahrzeug wie bestellt gebaut wurde, sowie die Ausrüstung auf Vollständigkeit, einfache Entnahme und Funktion geprüft.

Am 05.06. kam unser Gerätewart zur technischen Einweisung hinzu. Die Einweisung in Theorie und Praxis dauerte ca. 6 Stunden und umfasste sämtlichen Funktionen des Fahrzeugs.

Gegen 15 Uhr starteten wir in Richtung Lehrberg, gegen 17 Uhr traf das HLF unter den Augen zahlreicher Interessierter in seiner neuen Heimat Lehrberg ein.

In den nächsten Wochen wird die Mannschaft in kleinen Gruppen auf das neue Fahrzeug geschult, bevor es dann voraussichtlich Anfang Juli in den Einsatzdienst überstellt werden kann.

Vielen Dank an die Firmen MAN, Magirus, Jahn und das Ingenieurbüro Diem für die Verwirklichung dieses Fahrzeuges!

30.05.2020 Brand landwirtschaftliches Anwesen

Alarmzeit 14:07 Uhr

Am 30.05. wurden zahlreiche Einsatzkräfte gegen 14 Uhr nach Brünst zum Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens alarmiert. Schon auf der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung zu erkennen.

An der Einsatzstelle stand eine Halle mit Stroh in Vollbrand. In unmittelbarer Nähe grenzte ein ca. 70 m langer Stall an, in dem sich ca. 5500 Puten befanden. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs, griff der Brand bereits auf den Giebel des Stalls über. Sofort wurde eine Riegelstellung mittels 2 C-Rohren und einem B-Rohr aufgebaut und die Alarmstufe erhöht. Aufgrund des starken Windes konnte ein Übergreifen des Feuers auf den kompletten Stall leider nicht mehr verhindert werden. Innerhalb von wenigen Minuten zündete der Stall auf der kompletten Länge durch und stürzte sofort in sich zusammen.

Ein weiterer Übergriff auf einen zweiten angrenzenden Putenstall konnte allerdings verhindert werden.

Die größte Schwierigkeit zu Einsatzbeginn, war die nicht vorhandene Löschwasserversorgung, diese musste erst aus entfernten Weihern über lange Schlauchstrecken aufgebaut werden.

Nach ca. 2 Stunden war der Brand unter Kontrolle, somit konnten einige Feuerwehren aus dem Einsatz herausgelöst werden. Da die Halle in der der Brandausbruch stattfand einsturzgefährdet war bzw. teilweise einstürzte, war vor Ort ein Bagger mit Sortiergreifer nötig um die Halle abzubrechen. Dieser traf kurze Zeit später an der Einsatzstelle ein und nahm sofort die Arbeiten auf. Als die Scheune soweit abgetragen war, galt es das noch glimmende Stroh auf einen gegenüberliegenden Acker zu bringen, dort auszubreiten und abzulöschen.

Hierbei unterstützten zahlreiche Landwirte mit Teleskopladern und Pumpfässern, die Feuerwehren löschten mit 6 C-Rohren gezielt Glutnester ab.

Da frühzeitig klar war das sich die Einsatzdauer bis weit in die Nacht hinein ziehen wird, wurde das THW damit beauftragt die Einsatzstelle großflächig auszuleuchten.  

Für die Verpflegung und die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte waren die BRK-Bereitschaften des Kreisverbandes Ansbach eingesetzt, die die Einsatzkräfte optimal versorgten.

Als die Halle ausgeräumt und das komplette Stroh abgelöscht war, wurden die Kräfte weiter reduziert, durch die Feuerwehr Brünst wurde bis in die frühen Morgenstunden eine Brandwache gestellt, das THW unterstützte weiter mit der Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Für die Feuerwehr Lehrberg war der Einsatz am 31.05. gegen 03 Uhr beendet, um 09 Uhr wurde die Einsatzstelle kontrolliert, da es keine weitere Rauchentwicklung mehr gab, konnte der Einsatz beendet werden. Anschließend ging es an das Reinigen der Ausrüstung und der Fahrzeuge, die Arbeiten waren gegen 15 Uhr beendet.

Im Einsatz: Die Feuerwehren Ansbach, Brünst, Dietenhofen, Flachslanden, Kettenhöfstetten, Hennenbach, Weihenzell, Wernsbach, Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung, KBM Ansbach Land 5/5, KBR Ansbach Land 1

Rettungsdienst, BRK Bereitschaften des Kreisverbandes Ansbach, THW, Energieversorger, Abbruchunternehmen, Landwirte, Bürgermeisterin, Polizei, Kriminaldauerdienst

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